Reiseberichte

Juni 2010 Lydum / Dänemark

Lydum

Wenn man für den Urlaub von den Betriebsferien abhängig ist, muß man aus der Situation das Beste machen. Schön, daß es Meckes und Conny geschafft haben, den Urlaub nach Peters Zeit zu richten, Karsten mußte leider kurzfristig aus geschäftlichen Gründen wieder absagen. Wir haben dafür Verständnis, aber er fehlt definitiv!

Meckes ist schon eine Woche hier und hat etwas vorgelegt, so konnte er z.B. im Fjord einen schönen Hecht verhaften. Seit Sonntag sind Conny und ich nun auch dabei. Montag haben wir es ruhig angehen lassen, bei teilweise sehr schönem Wetter haben wir uns einige Auen hier angeschaut und für den Dienstag die Karten für die Skjern gekauft. Den Nachmittag verbachten wir am Hafen von Hvide Sande, um den noch vereinzelt herum streifenden Hornies nachzustellen. War aber nichts, keiner der Angler hier hatte auch nur einen Fisch vorzuweisen.

Lydum 2010

Nach einem leckeren Softeis versuchten wir unser Glück an der Hafeneinfahrt, direkt an der Molenspitze, denn wenn die Sonne das Wasser etwas erwärmt, sind ja vielleicht noch einige Makrelen in Reichweite. Wir blinkerten, was das Zeug hielt, allerdings tat sich nichts, kein Hornhecht, keine Makrele. Dafür sprang auf einmal ein Lachs von geschätzten 70 cm mehrere Male aus dem Wasser und zeigte uns seinen ganzen vor Kraft strotzenden Körper. Wow, das war ein toller Adrenalinschub, denn nun hatten wir einen neues und sehr verlockendes Ziel. Meckes bekam sogar noch einen heftigen Biß, ein kurzer Sprung und der Fisch hatte den Haken wieder abgeschüttelt. Schade. Ein kurzer Anfasser bei mir erhöhte nochmals die Spannung, aber Erfolg war uns leider nicht vergönnt.

Lydum 2010

Dienstag war dann die Skjern Au angesagt. Hoher Wasserstand, kräftige Strömung und Nordwind, keine idealen Bedingungen. Angler waren reichlich unterwegs, aber so wie wir allesamt erfolglos. Ich habe meine ersten Gehversuche mit der Zweihandfliegenrute unternommen und festgestellt, daß das durchaus Spass machen kann, wenn man weiß wie es geht und die Fliege einigermaßen gezielt platzieren kann. Nach etwa 2 Stunden stellte ich auf Blech um und versuchte wie Conny und Meckes mit Spinner und Blinker eine der schönen Salmoniden zu erwischen. Erfolglos. Meckes fing einen kleinen Hecht, ich eine 35er Regenbogenforelle. Der Erfolgsköder war ein schwedischer Myrans Spinner. Die Myrans haben uns restlos überzeugt, die gehen trotz Strömung auf Tiefe und das Spinnnerblatt rotiert schon bei leichtem Zug, ein klasse Spinner.

Lydum 2010

Mittwoch im Hafen von Hvide Sande: kurz gesagt, nichts ging. Also sind wir weiter gefahren und haben unser Glück im Fjord versucht, was eine gute Entscheidung war. Eigentlich wollten wir nur ein paar Barsche fangen für das Abendessen, Barsche gingen aber garnicht. Dafür startete Conny die Session mit einem kleinen Hecht, der schon bei den ersten Würfen den Myrans Spinner zum Anbeißen fand. Er durfte aber wieder weiter schwimmen. Nach einem Stellungswechsel von Meckes: erster Wurf, Biß! Nach kurzem und heftigem Drill konnte ein wunderschöner 76er Hecht gekeschert werden. Meckes war happy. Später hatte Conny einen weiteren schönen Hecht dieser Dimension am Haken, er konnte aber leider nicht gelandet werden. Zm Abendessen gab es dann Hecht mit Kartoffelpürree.

Über den Donnnerstag brauchen wir nicht viele Worte zu verlieren. Wie am Vortag ging bei heute strahlendem Sonnenschein nichts, weder vor noch hinter der Schleuse oder von den beiden nördlichen Molen aus. Abends noch ein kurzer Versuch an der Lydum, ebenfalls ohne Biß.

Lydum 2010

Zum Abschluß sind wir Samstag an den Lydum Forellenteich gefahren, erst einmal nur, um zu schauen, ob es den Tag vielleicht lohnenswert sein könnte. Als wir sahen, daß reichlich Aktivität an der Oberfläche war, sind wir gleich dort geblieben. Mit Fliege, Spinner und Naturködern war es ein abwechslungsreicher Tag, alle haben ihre Fische gefangen. Die vielen kleinen Forellen haben wir schonend zurückgesetzt und nur die größeren behalten, da waren schöne Exemplare dabei. Meckes hatte die Nase vorne. Zurückblickend muß ich sagen: für den Preis einer 5-Stunden-Karte hätten wir zwar auch eine Tageskarte an der Skjern bekommen, aber wer weiß, vielleicht hätten wir dann abends Fleisch essen müssen.

Euer Peter


Alle Fotos: Peter Franzen

© 2007 4Fold Special Fishing Team